Dr. Kurt Bigler / Bergheimer Preis

Pressemitteilung

Die 9. Preisverleihung wird im Januar 2018 an der Pädagogischen Hochschule Zürich stattfinden.

 

Bewerbungen sind bis zum 15. Juni 2017 zu richten an:

 

Prof. Dr. Sabina Brändli

Pädagogische Hochschule Zürich

Fachbereichsleitung Geschichte/Politische Bildung

Lagerstrasse 2 (LAB J050)

8090 Zürich

+41 43 305 60 98

 

sabina.braendli@phzh.ch

http://www.phzh.ch/personen/sabina.braendli

 

Dr. Kurt Bigler-Preis für Holocaust-Education und Erziehung zur Toleranz. Neue Heimat in Zürich und Abschied von St.Gallen. 
Die Pädagogische Hochschule Zürich ist ab Oktober 2014 für die Preisverleihung zuständig

Tamach, die psychosoziale Beratungsstelle für Holocaust-Überlebende in der Schweiz, und das Dr. Kurt Bigler-Kuratorium freuen sich Ihnen mitzuteilen, dass die Pädagogische Hochschule Zürich ab Oktober 2014 den Dr. Kurt Bigler-Preis verleihen wird. Federführend dabei ist Prof. Dr. Sabina Brändli, Fachbereichsleiterin Geschichte/Politische Bildung (PH Zürich), die sich seit Jahren für Ziel und Zweck der Holocaust Education engagiert. Die Kuratorinnen des Bigler-Fonds freuen sich sehr, dass sich Prof. Dr. Brändli, eine äusserst kompetente und engagierte Fachperson, im Sinne der Zielsetzung des Dr. Kurt Bigler-Preises für die Holocaust-Education einsetzen wird und zukünftig wissenschaftlich oder praktisch bedeutsame Arbeiten auszeichnen wird.

Das Dr. Kurt Bigler-Kuratorium war von 2008 bis 2014 der Beratungsstelle Tamach angegliedert, welche ihre Tätigkeit nun nach über 15 Jahren beendet. Der Bigler-Fonds wurde auf Wunsch des im Jahr 2007 verstorbenen Pädagogen und Holocaust-Überlebenden Dr. Kurt Bigler (ehemals Bergheimer) errichtet. Der Zweck des Fonds besteht darin, wissenschaftlich, pädagogisch, sozial oder psychologisch wertvolle Arbeiten und Projekte mit einem Geldpreis zu fördern. Förderungswürdig sind Arbeiten oder Projekte, die sich mit den Ursachen und Folgen des Holocaust respektive des Antisemitismus und/oder des Rassismus befassen.

Zudem besteht der Anspruch, dass die Arbeiten in hervorragender Weise dafür geeignet sind, an Bildungsinstitutionen wie Schulen, Gymnasien, Fachhochschulen und Universitäten das Verständnis für Ursachen dieser belastenden gesellschaftlichen Erscheinungen zu wecken und wach zu halten, sowie Abwehrmethoden oder Bewältigungsstrategien zu deren Überwindung zu finden.

Gerne steht Ihnen Frau Prof. Dr. Sabina Brändli für Auskünfte und Fragen zur Bewerbung zu Verfügung (Pädagogische Hochschule Zürich, Lagerstrasse 2, 8090 Zürich, sabina.braendli(at)phzh.ch).

Die Pressemitteilung finden Sie zudem hier.

Bilder der Übergabe vom 23.10.2014

von links nach rechts: Rektor PHZH Prof. Dr. Walter Bircher, Dr. iur. Margrith Bigler-Eggenberger und Prof. Dr. Sabina Brändli
von links nach rechts: Dr. phil. Revital Ludewig,Rektor PHZH Prof. Dr. Walter Bircher, Dr. iur. Margrith Bigler-Eggenberger und Prof. Dr. Sabina Brändli
von links nach rechts: Rektor PHZH Prof. Dr. Walter Bircher, Dr. iur. Margrith Bigler-Eggenberger und Prof. Dr. Sabina Brändli
von links nach rechts: Rektor PHZH Prof. Dr. Walter Bircher, Dr. iur. Margrith Bigler-Eggenberger und Prof. Dr. Sabina Brändli

Entstehung und Zweck des Dr. Bigler / Bergheimer-Preises

Auf Wunsch des am 18. Juli 2007 verstorbenen Pädagogen und Holocaust-Überlebenden Dr. Kurt Bigler (ehemals Bergheimer) wird ein Fonds errichtet, dessen Zweck darin besteht, wissenschaftliche, pädagogische, soziale oder psychologische wertvolle Arbeiten und Projekte mit Hilfe eines Geldpreises zu fördern. Es sollen Arbeiten oder Projekte sein, die sich mit den Ursachen des Holocaust und seinen Folgen resp. des Antisemitismus und/oder des Rassismus befassen. Zudem besteht der Anspruch, dass sie in hervorragender Weise geeignet sind, um an Schulen, Gymnasien, Fachhochschulen und Universitäten das Verständnis für Ursachen dieser belastenden gesellschaftlichen Erscheinungen zu wecken und wach zu halten sowie Abwehrmethoden oder Bewältigungsstrategien zu deren Überwindung zu finden. Der mit der Stiftung verbundene Auftrag wird Ende 2014 vom Verein TAMACH der Pädagogischen Hochschule Zürich übertragen. Der Preis wird noch einmal in festlichem Rahmen verliehen.

Die Pressemitteilung sowie die Fotos zur symbolischen Übergabe finden Sie hier.

 

Die 8. Preisverleihung fand am 27. Januar 2016 um 18:30 Uhr an der Pädagogischen Hochschule Zürich statt.

Kurzbericht über die Preisverleihung:
Auszeichnung von Projekten in Holocaust Education

Download: Einladung zur 8. Preisverleihung

Preisträger: Heinz Bachmann, Autor von „Von Auschwitz nach Beverly Hills“ Edition 381, 2013 und Stefan Mächler/Franz Dängeli, act-backTheater „Holocaust heute?“

Heinz Bachmann arbeitet im Bereich der Hochschuldidaktik am Zentrum für Hochschuldidaktik und Erwachsenenbildung der Pädagogischen Hochschule Zürich und als Lehrbeauftragter für Interkulturelle Kommunikation an der Universität Liechtenstein.

2005 fand er auf dem Dachboden seiner Mutter die Aufzeichnungen des 15jährigen Holocaust-Überlebenden Marton Stark und begab sich auf eine Spurensuche. Das Buch zeichnet nach, wie Bachmann über das Archiv für Zeitgeschichte Kontakt zu Marton Stark herstellt und die ganze Lebensgeschichte des Holocaust-Zeitzeugen erfährt. Daraus entstand der Band „Von Auschwitz nach Beverly Hills“. Im letzten Teil des Buches gibt Heinz Bachmann Hinweise zur Verwendung im Unterricht.

Franz Dängeli: Ausbildung als Schauspieler und Theaterpädagoge in Zürich. 10 Jahre Schauspieltätigkeit an diversen Bühnen im In- und Ausland. Theaterpädagogische Tätigkeit als Dozent für Darstellendes Spiel an verschiedenen Fachhochschulen. Regiearbeit in der freien Theaterszene sowie in verschiedenen Spiel-und Dokumentarfilmen. Gründer und Leiter des Theaters act-back.

Stefan Mächler ist ausgebildeter Primarlehrer und promovierter Historiker. Er ist teilzeitlich als Mitarbeiter der Fachstelle für Interkulturelle Pädagogik an der Bildungsdirektion Zürich und daneben kulturell und publizistisch tätig. U.a. hat er folgende Bücher herausgegeben: "Der Fall Wilkomirski", Pendo Verlag, 2000 und "Hilfe und Ohnmacht: Der Schweizerische Israelitische Gemeindebund und die nationalsozialistische Verfolgung 1933-1945", Chronos Verlag, 2005.

Im Theaterprojekt „act-back“ steht exemplarisches Erinnerungsgeschehen im Zentrum. In szenischen Darstellungen beschäftigen sich die Schauspielerinnen und Schauspieler unter der Regie von Franz Dängeli mit der Bedeutung des Holocausts im 21. Jahrhundert. Der Historiker Stefan Mächler begleitet die Szenen mit wissenschaftlichen Inputs. Das Forumtheater act-back zeigt mit seinem Stück „Holocaust-heute?“ und in seiner Geschichts-Recherche, wie bewegend Theater in der Schule wirken kann.

 

Die 7. Preisverleihung am 13.02.2014

An der siebten Dr. Bigler-Preisverleihung wurden die Schule Hutten (Zürich), das Gymnasium Friedberg (Gossau) und der Künstler Milo Rau geehrt. Die drei Preisträger hatten ausgezeichnete Projekte im Bereich der Holocaust-Education kreativ ins Leben gerufen und hatten sich für die Erziehung zur Toleranz engagiert.

Im Rahmen dieser Preisverleihung wurde die Gründung des Kompetenzzentrums für Erziehung zur Toleranz und für Holocaust-Education durch die PHSG präsentiert. Das Kompetenzzentrum wird die Verantwortung für die Preisverleihung ab 2015 – 2024 übernehmen.

Die Preisverleihung fand am Donnerstag, 13. Februar 2013 um 18.30 Uhr in der Aula Hadwig des Hochschulgebäudes der PHSG an der Notkerstrasse 27 in St. Gallen statt. Der Eintritt war frei und die Preisverleihung war für ein breites Publikum zugänglich.

Weitere Informationen finden Sie im Programm.

Die 6. Preisverleihung am 04.04.2013

Der sechste Dr. Bigler-Preis wird an Achim Lück, Lehrer an der Sekundarschule „Unteres Furttal“ (ZH) verliehen. Als Lehrer hat sich mit der Frage befasst, wie in Oberstufenklassen der Themenkomplex des Holocaust vermittelt werden kann. Er beschloss, ein Theaterstück über den jüdischen Schriftsteller und Liedermacher Dr. Friedrich Löhner-Beda zu schreiben, der ins KZ Buchenwald verschleppt und 1942 in Auschwitz ermordet wurde. Das Theaterstück thematisiert ebenfalls den Umgang einer Schulklasse in der heutigen Zeit mit dem Thema des Holocaust auf eine lebendige, ernste und zugleich humorvolle Art und Weise.

Die Preisverleihung findet am Donnerstag, 4. April 2013 um 18.30 Uhr in der Aula des Hochschulgebäudes Hadwig der PHSG an der Notkerstrasse 27 in St. Gallen statt. Sie wird von Tamach getragen. Die Preisverleihung ist offen für das breite Publikum, der Eintritt ist frei.

Mehr Informationen finden Sie im Programm und auf www.biglerpreis.ch.

Die 5. Preisverleihung

Den fünften Bigler-Preis wird der Pädagoge Edward Schlegel für seine Arbeit und Projekte im Bereich der Holocaust-Education erhalten.

  • 18.30 Uhr: Beginn der Preisverleihung
  • Ort: Aula der Pädagogischen Hochschule St. Gallen (PHSG), Notkerstrasse 27, 9000 St. Gallen.
  • Es ist keine Anmeldung notwendig. Freier Eintritt
  • Mehr Informationen auf www.biglerpreis.ch
  • Einladungsbroschüre

Die 4. Preisverleihung

Den vierten Dr. Bigler / Bergheimer-Preis haben am 27. Januar 2011 die beiden Pädagogen Beat Sidler und Dr. Prof. Kurt Messmer erhalten. Mehr Informationen können der Broschüre entnommen werden.

Broschüre zum Herunterladen

Die 3. Preisverleihung

Den dritten Dr. Bigler / Bergheimer-Preis hat am 27. Januar 2010 die Kontaktstelle für Überlebende des Holocaust erhalten. Mehr Informationen können der Broschüre entnommen werden.

Broschüre zum Herunterladen (PDF)


Die 2. Preisverleihung

Am 27. Januar 2009 wurde der Preis zum zweiten Mal verliehen. Preisträgerin war die Schülerin Nathalie Gelbart, die ein Buch über das Überleben und Leben ihres Grossvaters schrieb.

Einladung zur 2. Preisverleihung

 

Erste Preisverleihung

Der erste Preis wurde am Abend des 29. November 2008 im Rahmen des Fachsymposiums zum 10jährigen Jubiläum von TAMACH zum ersten Mal verliehen. Der Empfänger war Dr. Nathan Durst, klinischer Leiter von Amcha Israel.

Weitere Informationen zu Dr. Nathan Durst (Pdf)